Literatur und Musik

Wie amerikanisch ist Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“?

mit dem Autor Marcus Imbsweiler
und dem Komponisten Timo Jouko Herrmann

11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
DAI Heidelberg | Sofienstr. 12
Eintritt 6 EUR | ermäßigt 4 EUR
Kaffee inklusive


Antonín Dvořák 1904 (Kolorierung Haas) | Titelblatt der Partitur von Dvořáks 9. Sinfonie

In der Reihe „Musical Sunday“ stellen Timo Jouko Herrmann, Komponist, und Marcus Imbsweiler, Autor, regelmäßig klassische Meisterwerke vor. Diesmal Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“. Wie viel Amerika steckt in Dvořáks wohl populärster Sinfonie? Ausgehend von Imbsweilers neuer Erzählung „Der Herr Dworschak“ erörtern sie Entstehung und Inhalt der Sinfonie – packend und ohne Fachchinesisch.


Marcus Imbsweiler, geboren und aufgewachsen im Saarland. Nach dem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft freier Musikredakteur für Rundfunkanstalten und Sinfonieorchester in ganz Deutschland sowie Schriftsteller. Romane (Schwerpunkte Krimi und Musik), Erzählung, Satire. Zuletzt erschienen sind die Romane Fjordmusik, Achtundachtzig (Kriminalroman) und die Komponisterzählungen Kabinett der Grazien (Conte Verlag).
Foto © Christian Buck

Timo Jouko Herrmann, geboren in Heidelberg, studierte Komposition bei Ulrich Leyendecker an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Promotionsstudium in Musikwissenschaft bei Hermann Jung. Er schrieb u.a. Werke für das Gewandhaus zu Leipzig, die Oper Dortmund, den Heidelberger Madrigalchor, das Bläserensemble des Gewandhausorchesters, die Opernschule der Mannheimer Musikhochschule, die Heidelberger Sinfoniker und das Philharmonische Orchester Heidelberg. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 2019 erschien seine viel beachtete Salieri-Biografie. | Foto © Timo Herrmann

Wort und Bild

Lesung mit Live-Drawing

mit den Autorinnen Stephanie Hanel und Maja Linthe
und der Illustratorin Anna Donska

11:00 bis 12:30 Uhr
Forum für Kunst | Heiliggeiststrße 21
Veranstalter: Bücherfrauen Rhein-Neckar
Eintritt 5 EUR | ermäßigt 3 EUR


© Anna Donska | Live-Drawing-Illustration während einer Literaturveranstaltung

Stephanie Hanel und Maja Linthe, beide freie Autorinnen und BücherFrauen, stellen im Rahmen des Heidelberger Literaturherbstes eine Auswahl aus ihren Büchern und ihrer Kurzprosa vor. Anna Donska, Illustratorin mit eigener Kunstschule, wird die gelesenen Texte live visualisieren und interpretieren.


Maja Linthe, in Berlin geboren, Studium der Amerikanistik und Slavistik, Promotion in Slavischer Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Germanistischen Linguistik der Universität Mannheim. Kurzprosa begann sie für die Frankfurter Rundschau zu schreiben, veröffentlichte im Dreischneuß, Macondo und der Süddeutschen Zeitung. Sie lebt als freie Autorin in Heidelberg und Berlin, ist Mitglied der Berliner Autorinnengruppe alphabettinen sowie der Bücherfrauen Rhein-Neckar. 2013 und 2015 war sie Stipendiatin des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.
Foto © privat

Stephanie Hanel, geboren in München, Politikwissenschaftlerin, Magisterarbeit zum Werk der Autorin Irmtraud Morgner. Sie ist für Verlage und andere Auftraggeber*innen als Redakteurin, Autorin und Texterin tätig. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in New York lebt und arbeitet sie seit Sommer 2019 in Heidelberg. Ihr erstes Kinderbuch Eine Bärengeschichte erschien 2011 im Achter-Verlag. Es folgte Linns Abenteuer und eine Trilogie im Tagebuchstil über ihre Zeit in New York – 100 Tage hier & 100 Tage dort, 50 Tage in Brooklyn (zweisprachig) und Goodbye New York, Abschied von der neuen Heimat. Sie ist Mitglied der BücherFrauen Rhein-Neckar.
Foto © privat

Anna Donska, geboren in Charkiw, Ukraine. Ihr Lebensweg führte über mehrere Stationen (u.a. New York, Strassburg, München) nach Heidelberg. Aufgewachsen mit russischer Poesie, interessierte sie sich zunächst für Sprachen und Literatur und studierte Romanistik in ihrer Heimat. Später entdeckte sie Illustration und Kunsterziehung als ihre Berufung. Nach einem Studienabschluss in der Schweiz arbeitet sie als freie Illustratorin und unterrichtet an einer eigenen Kunstschule in Heidelberg. Anna Donska hat mehrere Veranstaltungen mit Live-Drawing begleitet. Eine ausdrucksvolle Zeichnung entsteht in wenigen Minuten, während die Musik oder die Stimme erklingt – ein faszinierendes Erlebnis für die Zuschauer. | Foto © privat


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„Im Arme der Götter wuchs ich groß“
Rezitation und Klaviermusik anlässlich des 250. Geburtstages
Friedrich Hölderlins

mit Ulrike Wälde und Alfred Antosz

11:15 Uhr
Lukas-Kirche Wieblingen | Dammweg 17
Eintritt frei
Spenden erbeten



Friedrich Hölderlins Dichtung ist schön und anspruchsvoll. In unserem poetisch-musikalischen Programm, mit Gedichten und Briefen dieses herausragenden Künstlers lernen wir sein lyrisches Werk kennen und werden mit seiner Biographie vertraut gemacht. Kompositionen von Alfred Antosz verbinden stimmungsvoll Leben und Werk.

Sprache: Ulrike Wälde
geboren und aufgewachsen in der Südpfalz, ausgebildet an der Alanus-Kunsthochschule in Alfter bei Bonn mit Diplom-Abschluss in den Fächern Sprachgestaltung und Schauspiel. Freiberufliche Sprecherin und Dozentin in der Erwachsenenbildung wie auch in der Sprachförderung für Kinder. Sprach- und Dichtkunst sind ihr ein Anliegen. Durch zahlreiche Rezitationsprogramme zu Dichtern wie Goethe, Schiller, Novalis, Mörike und Kästner hat sie große Bekanntheit erlangt.

Komposition und Klavier: Alfred Antosz
Studium der Germanistik in Frankfurt am Main und Mannheim, Schulmusikstudium in Mannheim und Heidelberg. Gastdozent für Gesang und Musik an der Akademie für Waldorfpädagogik – Alanus-Hochschule Mannheim. Zahlreiche Aufführungsprogramme im Bereich Rezitation, Klaviermusik und Liedbegleitung.

Haiku – Der poetische Augenblick

„Das Haikutagebuch“
präsentiert von
Philipp Herold und Mila Bubliy

15:00 Uhr
Café Leitstelle im Dezernat 16 | Emil-Maier-Str. 16
Eintritt frei



Haikus sind kurze Gedichte, die vom Gefühl des Moments inspiriert sind. Damit bieten sie einen idealen Einstieg ins kreative Schreiben. Das Buch gibt einen Überblick zu Haikus und ihrer Verankerung in der japanischen Kultur. Darüberhinaus nehmen Mila Bubliy und Philipp Herold die Leser*innen mit auf den Weg, ein eigenes Haikutagebuch zu kreieren.

Philipp Herold ist zweifacher Vizemeister im deutschsprachigen Poetry Slam und war Ideen- und Herausgeber der ersten „Tintenfrische“. Der Heidelberger Kulturwissenschaftler und Rap-MC ist Texter, Performer und Moderator. Zuletzt erschienen ist Herolds erfolgreiches Album Alles zu seiner Zeit, ein Best of seiner Bühnenstücke, 11 Lieblingstexte begleitet von 11 Illustrationen befreundeter Künstler*innen.
Foto © Pierre Jarawan

Mila Bubliy ist Künstlerin und Kreative. Neben zwei veröffentlichten Werken zeitgenössischer Literatur, zeigt sich Milas Interesse an Sprache und Kultur oft in ihren visuellen Projekten. Ihre abstrakten Arbeiten wurden bereits auf mehreren Kontinenten ausgestellt. 2019 schrieb sie mit dem Slam-Poeten Philipp Herold für die gemeinsame Haiku-Kolumne auf dem Instagram-Kanal von ze.tt.
Foto © privat

Heidelberger Dichterkreise: Die Literatur-Offensive

Literarische Lounge

mit Autorinnen und Autoren der Literatur-Offensive

16:00 Uhr
Evangelische Studierendengemeinde Heidelberg | Plöck 66
Eintritt frei


Foto © Wolfgang Bauer

Neues aus der Heidelberger Autorengruppe, wiederum mit Fantasie, Ironie, prickelnder Spannung und perlendem Sekt serviert.


Seit 1989 vereint die Literatur-Offensive (LitOff) Autorinnen und Autoren. Die Schreibenden bedienen sich vielfältiger Ausdrucksmöglichkeiten und verbinden auch andere Kunstrichtungen wie Internet- Präsentationen, bildende Kunst (Textinstallationen), Performance, Musik und auch Kabarett mit Literatur. Ziel der Gruppe ist die Weiterentwicklung der Literaten durch Zusammenwirken und Ergänzen.

Literatur international

Der Zirkel der Literaturliebhaber

Amir Hassan Cheheltan
Lesung und Gespräch

17:00 bis 18:30 Uhr
DAI Heidelberg | Sofienstr. 12
Veranstalter: DAI Heidelberg
Eintritt: im VVK 8, ermäßigt 5, DAI-Mitglieder 4 EUR (+VVK-Gebühr)
AK: 10|7|6 EUR



Über Jahre kamen Gäste in Cheheltans Elternhaus, um über persische Literatur zu sprechen – die weiser ist, komischer, subversiver und sexuell freizügiger, als die offizielle Sittenlehre es dulden will. So öffneten die Treffen einerseits einen Raum von Poesie und Interpretation, verstrickten die Teilnehmer aber auch miteinander, weil der Staat in ihren Zirkel hineinregierte: in den 1960ern der Geheimdienst des Schahs, seit 1979 die Mullahs der islamischen Revolution.

Pressestimmen: „Eine Entdeckungsreise in die persische Literatur.“ RBB Radio Eins, Thomas Böhm | „Mit seinem Buch hat Amir Hassan Cheheltan dem lebensprägenden Faszinosum Literatur ein Denkmal gesetzt.“ Deutschlandfunk Kultur, Ingo Arendt | „Ein kluger Lobgesang auf das, was diese Lebensart an Bildung, Empathie und Phantasie zu vermitteln vermochte.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Lena Bopp

Amir Hassan Cheheltan, geboren 1956 in Teheran, studierte in England Elektrotechnik, nahm am Irakkrieg teil und veröffentlichte in Teheran bislang Romane und Erzählungsbände. Zwei Jahre hielt er sich wegen der Bedrohung durch das Regime mit seiner Familie in Italien auf. Sein Roman Teheran, Revolutionsstraße erschien 2009 als Welt-Erstveröffentlichung auf Deutsch, es folgten Teheran, Apokalypse und Teheran, Stadt ohne Himmel. Zuletzt erschien Der Kalligraph von Isfahan. Cheheltan schreibt u.a. für die FAZ, die SZ, die ZEIT. Seine Romane dürfen im Iran nicht mehr veröffentlicht werden. | Foto © privat

Literatur und Theater, Musik und Tanz

„Unsterblich!“
von Marcus Imbsweiler

mit Miriam Markel, Markus Schultz und Kerstin Kiefer
Theater Carnivore

19:00 bis ca. 21:00 Uhr
Freilicht-Aufführung | Wilhelmsplatz Weststadt
Eintritt AK 22 EUR, ermäßigt 15 EUR
Tickets im VVK 18 EUR (inkl. Gebühren), ermäßigt: 13 EUR


Plakat © Mehrdad Zaeri

BEETHOVENS Unsterbliche Geliebte: Josephine, eine unwirsche Frau, führt das Publikum durch das Wachsfigurenkabinett ihres ersten Mannes und stellt Berühmtheiten von der Antike bis zu ihrer Zeit vor. Ihr nüchtern-pragmatischer Blick auf das Leben relativiert die Größe der versammelten Genies, von Seneca über den Kaiser bis Beethoven. Indem sie von Begegnungen und Erfahrungen mit ihnen erzählt, holt sie die Großen der Geschichte von den Sockeln, zeigt sie als Menschen mit Schwächen und stellt die Frage nach der Unsterblichkeit. Ein Stück über die historische Figur der Josephine Gräfin Deym von Stritetz, Beethovens Geliebter, das die Frage nach wahrer Größe und Unsterblichkeit stellt.
Der Heidelberger Autor Marcus Imbsweiler bezieht sich in seinem Stück auf die historische Person der Josephine Gräfin Deym von Stritetz, der wahrscheinlichen Adressatin von Beethovens „Brief an die Unsterbliche Geliebte“ 1812. Er fügt Zitate aus Briefen des Paares in den Text und musikalische Auszüge aus Beethovens Werk ein. In der Inszenierung werden so Sprechtheater, Musik und Tanz miteinander verwoben.

Autor: Marcus Imbsweiler
Regie: Florian Kaiser
Choreografie: Marcela von Frydek
Bühnenbild: Marcela von Frydek, Motz Tietze
Bauten/Wanderbühne: Motz Tietze
Dramaturgie: Nora Abdel Rahman






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