Programmpaket III »Literatur findet Stadt«
Eine vielfältige, lebendige UNESCO Literaturstadt Heidelberg

Erleben und feiern Sie mit uns unsere vielfältige, lebendige UNESCO City of Literature Heidelberg. Auch beim 12. Literaturherbst-Festival wollen wir die vielgestaltige, kreative, engagierte freie Literatur- und Kulturszene aus Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar sichtbar machen. Wir freuen uns auf spannende Veranstaltungen an vielen besonderen Orten wie die Stationenlesung in der Sammlung Prinzhorn oder die Lesung am öffentlichen Bücherregal in Rohrbach und auf bereichernde Veranstaltungen mit den UNESCO Cities of Literature Bremen und Nanjing und auf die Junge Weltlesebühne an Heidelbergs Schulen.

19. September 2026

Heidelberger Autor:innen über Werke und Künstler:innen der Sammlung Prinzhorn
Stationenlesung

19. September 2026 | 15:00 Uhr
Museum Sammlung Prinzhorn | Voßstraße 2
Eintritt: Museumseintritt

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums Sammlung Prinzhorn tragen Heidelberger Autorinnen in der aktuellen Jubiläumsausstellung des Museums eigene Texte vor, die in Auseinandersetzung mit der Sammlung Prinzhorn entstanden sind. Die in einer Wandellesung dargebotenen Beiträge spiegeln die Vielfalt der Sammlung wider – sowohl inhaltlich als auch formal – und eröffnen neue Perspektiven auf die Werke und ihre Schöpferinnen.
Beteiligte: Brigitte Karin Becker, Matthias Delbrück, Odile Endres, Sarah Hinrichs, Barbara Imgrund, Andrea Landfried, Christina Peter-Brutscher, Klaudia Rzeźniczak, Ingrid Samel, Claudia Schmid, Susanne Späinghaus, Sofie Morin, Hans Thill, Andrea Willig, Kristin Wolz

Abbildung: Agnes Richter, selbst genähtes und mit autobiographischen Texten besticktes Jäckchen 1895, Inv. Nr. 743 c Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Eine Kooperation mit dem Kulturamt der UNESCO City of Literature Heidelberg und dem Museum Sammlung Prinzhorn

20. September 2026

Lesung am öffentlichen Bücherregal mit
Jean-Michel Räber

20. September 2026 | 15:00 Uhr
Heidelberg-Rohrbach | Bücherregal am Rathaus
Eintritt frei
bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung

Die szenische Lesung am öffentlichen Bücherregal ist bereits eine kleine Literaturherbst-Tradition, insbesondere im Stadtteil Rohrbach. In diesem Jahr überrascht und begeistert Sie dort Jean-Michel Räber: Als Lektüre dienen Zufallsfunde aus dem Bücherregal, und sie gibt auch Einblicke in eigene Werke. Freuen Sie sich auf überraschende Texte, lebendige Lesekunst und literarische Begegnungen unter freiem Himmel.


Jean-Michel Räber ist in Zürich zweisprachig (d/f) aufgewachsen. Danach studierte er Schauspiel in Bologna, spielte Theater in Mexico und anschließend in diversen Theatern in Deutschland. Seit Anfang der 90er Jahre lebt er als freischaffender Schauspieler und Autor in Heidelberg. Er hat schon über 20 Theaterstücke geschrieben, mehrere Hörspiele für das Schweizer Radio und unzählige Kurzhörspiele, die jeweils vor einem live Publikum vom SWR, NDR und vom WDR gesendet wurden.
Foto © privat

Eine Kooperation mit „der punker“

25. September 2026

!TEXTBAR
»STIMMUNGEN«
Literarischer Chor für acht Stimmen, einen Flügel und zwanzig Bilder

25. September 2026 | 18:00 Uhr
CHAPEL | Rheinstraße 12/4
Eintritt frei

In Stimmungen begegnen sich Musik, Literatur und bildende Kunst in einem stimmungsvollen Programm. Zündfunke sind die vielfältigen Bedeutungen von „Stimmung | Gestimmtheit | Stimme | stimmig“: gesellschaftlich, individuell, literarisch, klanglich, visuell.
Die Besonderheit des Formats Stimmungen ist das diskursive Kunstverständnis der Heidelberger !Textbar. Das Programm ist ein kollektives Werk, in dem stimmige Texte aufeinander Bezug nehmen, Klänge und Optisches aufnehmen und weiterspielen. Kurze Stimmungsbilder, die auf Gesagtes, Gehörtes und Gesehenes eingehen. Bei der Aufführung treten die Texte in Trialog mit der Pianistin Martina Heinstein und den Collagen der Autorin und Künstlerin Sandra Stürzel-Prang – eine gleichberechtigte künstlerische Zusammenarbeit über drei Kunstsparten hinweg.


Mitwirkende Autor·innen: Matthias Delbrück, Odile Endres, Mina Herz, Sofie Morin, Alexandra Polunin, Marcus Schiltenwolf, Susanne Späinghaus, Sandra Stürzel-Prang
Am Klavier: Martina Heinstein
Collagen: Sandra Stürzel-Prang

Gefördert von der Stadt Heidelberg in Kooperation mit

4. Oktober 2026

9. Heidelberger Autor:innenpreis
Shortlistlesung
Musik-Special: Musikduo Toni Johnson (Gesang) & Jakob (Gitarre)

4. Oktober 2026 | 18:00 Uhr
Theater im Romanischen Keller | Seminarstraße 3
Eintritt: Abendkasse 3 EUR (Solidaritätspreis)

2026 wird zum 9. Mal der Heidelberger Autor:innenpreis verliehen, der diesmal Texte zum Thema „Fabelhafte Dystopie/Schauerliche Utopie“ gesucht hat. Zugelassen waren deutschsprachige Texte aus Heidelberg, Mannheim und Umgebung. Bei der Shortlistlesung tragen die fünf nominierten Autor:innen Paul Fehm (Pseudonym), Jonathan Ißl, Öğünç Kardelen, Tessa La Vella, Elke Messer-Schillinger ihre Texte vor.
Das Musikduo Toni Johnson (Gesang) & Jakob (Gitarre) begleiten den Leseabend mit akustischen Stücken aus Pop und Jazz.
Foto © Toni Mentele


Eine Kooperation von


5. Oktober 2026

Foto © Susanne Lencinas

Joscha Schaback
Der Affe von Karlsruhe
Ein skurriler Liebesroman aus den Tagen der Badischen Revolution

5. Oktober 2026 | 20:00 Uhr
DAI Heidelberg | Sofienstraße 12
Tickets erhalten Sie im VVK und an der Abendkasse (Aufpreis)
VVK 9,90 € | erm. 6,90 € | DAI-Mitglieder 4,90 €

Karlsruhe 1848: Der Erfinder Carl von Sauerbronn kehrt von einer Expedition aus Brasilien zurück – mit einem singenden Affen: Julius. In den Tagen der Badischen Revolution wird der Affe zum Symbol für Freiheit, Vernunft und Widerspruch. Während Sauerbronn versucht, das Tier zu erziehen, lehrt seine Tochter Susanne es das Sprechen – auch das Lieben. Und Revolutionäre, Hofbeamte und ein entflammtes Publikum geraten in den Bann dieser ungewöhnlichen Dreiergeschichte.
Ein literarischer Spaß und zugleich ein kluger Kommentar auf unsere Gegenwart, erzählt mit Witz, sprachlicher Raffinesse und Sinn für das Groteske.

Dr. Joscha Schaback studierte u. a. Theater- und Musikwissenschaft und Regie. Er schreibt und übersetzt Opern­libretti sowie Texte für Kinderkonzerte; außerdem publiziert er Kritiken und Essays, Kurzgeschichten und Erzählungen. Der Affe von Karlsruhe ist sein erster Roman.



Eine Kooperation von

9. Oktober 2026

HEIDELBERGER TEXTSALON
»Buntes Menschenleben«


09. Oktober 2026 | 19:00 Uhr
Altes Schulhaus | Lutherstraße 18 (Neuenheim)
Eintritt frei

Autor:innen des Heidelberger Textsalons haben Erzählenswertes im »bunten Menschenleben« angeschaut und zu Geschichten gestaltet: Entstanden ist Schicksalhaftes, Tröstliches und Ungelöstes und auch ein humorvoller Blick auf „allzu Menschliches“.
Es lesen: Ingrid Dietrich, Ulrike Frank, Claudia Ganter, Helga Osswald-Ludwig, Doris Schmidt-Bergholz, Anna Stark.

Der »Heidelberger Textsalon« (gegründet 2011) ist eine Gruppe von Autorinnen und Autoren aus dem Heidelberger Raum, die sich jeden ersten Montag im Monat im „Alten Schulhaus“ in Neuenheim zum Austausch trifft. Die Autor:innen verbindet die Freude am Schreiben und an der kreativen Zusammenarbeit.

11. Oktober 2026

Abschied von Gestern 5:
Das Tagelied und die Gegenwartslyrik
Zu Gast: die UNESCO City of Literature Nanjing

11. Oktober 2026 | 17:00 Uhr
Saalbau des Betriebswerks | Am Bahnbetriebswerk 5
Eintritt frei

Zwei Liebende wachen nach einer gemeinsam verbrachten Nacht auf – und müssen sich trennen. Diese Situation beschreibt und diskutiert das Tagelied, die berühmteste Untergattung der mittelalterlichen Liebeslyrik. 2020 startete die UNESCO City of Literature Heidelberg das Langzeit-Projekt „Abschied von Gestern“ mit Schreibenden aus der UNESCO City of Literature Melbourne, die der Einladung gefolgt waren, eigene neue Versionen des Tagelieds zu verfassen. Weiter ging es 2021 mit sieben in Deutschland lebenden Dichter:innen, 2022 stellten Dichter:innen aus der UNESCO-Literaturstadt Granada ihre jeweiligen Aktualisierungen des Tagelieds vor, 2024 war die UNESCO-Literaturstadt Leeuwarden zu Gast. Dieses Jahr präsentieren Lyriker:innen aus der UNESCO City of Literature Nanjing ihre auf Chinesisch verfassten Adaptionen des Tagelieds in Lesung und Gespräch mit Kurator Tristan Marquardt und dem Übersetzer-Team Lea Schneider und Dong Li. Gedichte von: Hanjing, Hu Xian, Liu Ligan, Sun Dong und Zou Shengnian.

Tristan Marquardt, Lyriker, Mediävist und Mitherausgeber der Anthologie „Unmögliche Liebe“ (2017), in der u. a. zahlreiche mittelalterliche Tagelieder neu übersetzt wurden.

Fotos © UNESCO City of Literature Nanjing
Foto Tristan Marquardt © Dirk Skiba


Eine Kooperationsveranstaltung der Kulturverwaltungen der UNESCO Cities of Literature Nanjing und Heidelberg, des Konfuzius Instituts Heidelberg und des Literaturherbst Heidelberg

23. Oktober 20256

Barbara Imgrund © Marcus Thomas | Marlene Bach © privat

Die Katze, der Killer und Friedrich Schiller
Autorin Marlene Bach über das Geschichtenerzählen
im Gespräch mit Barbara Imgrund

23. Oktober 2026 | 19:00 Uhr
GEDOK-Galerie | Römerstr. 22
Eintritt frei

Was hat eine Katze mit einem Killer zu tun – und vor allem: was mit Friedrich Schiller? Die Heidelberger Autorin Marlene Bach schreibt nicht nur Krimis, sondern auch Kurzgeschichten, und das seit nunmehr 20 Jahren. An diesem Abend stellt sie eine Auswahl daraus vor – mal leicht und humorvoll, mal mit Tiefgang und berührend. Im Gespräch mit Barbara Imgrund, selbst bekannte Heidelberger Autorin, gibt sie einen Einblick in die Welt des Autorinnendaseins, erläutert, wie man dank eines schrägen Vogels zum Ständchen eines Shanty-Chores kommt und natürlich, was die Katze und der Killer mit Friedrich Schiller zu tun haben. Eine unterhaltsame Ermutigung, selbst einmal die Fantasie spielen lassen!

Marlene Bach wuchs mit viel Grün und viel Vieh nahe der niederländischen Grenze auf. 1997 zog die promovierte Psychologin nach Heidelberg, wo sie als begeisterte Krimileserin begann, selbst Romane zu schreiben. Im Emons Verlag erschienen von ihr bislang die Krimireihe um die burschikose Heidelberger Kommissarin Maria Mooser sowie ein Liebesroman. Außerdem verfasst Marlene Bach Kurzgeschichten, für die sie u.a. den Walter-Kempowski-Literaturpreis erhielt.
Barbara Imgrund ist studierte Germanistin und als freie Lektorin, Literaturübersetzerin und Schriftstellerin tätig. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, engagiert sich ehrenamtlich im Hospiz- und Besuchshundedienst. Ihre Prosa und Lyrik mischt sich ein, ihr letzter Roman Der Wurm ist laut RNZ ein „leidenschaftliches Plädoyer gegen den Faschismus“ und fand viel Beachtung. Soeben ist ihr zweiter Gedichtband Dunkelleuchten erschienen.
Beide sind Mitglieder der Sparte Literatur in der GEDOK Heidelberg.


Eine Kooperation von

24. Oktober 2026

Donka Dimova © Julian Elbers | Jeff Hemmer © SarahWeber | Samuel Hamen © Véronique Kolber | Stella Dreis © Susanna Wengeler

Heidelberg liest Bremen III
Begegnung der deutschen UNESCO-Literaturstädte
mit Donka Dimova, Stella Dreis, Samuel Hamen und Jeff Hemmer

24. Oktober 2026 | 17:00 Uhr
Theater im Romanischen Keller | Seminarstraße 3
Eintritt frei

Der Brückenschlag zwischen den beiden deutschsprachigen UNESCO Cities of Literature Bremen – 2023 ins Netzwerk der UNESCO Creative Cities aufgenommen –  und Heidelberg geht mit einer Begegnung der Illustratorin Stella Dreis und des Autors Samuel Hamen (beide aus Heidelberg) mit der Autorin Donka Dimova und dem Comic-Künstler und Illustrator Jeff Hemmer (beide aus Bremen) in die dritte Runde: Samuel Hamen („Quallen“, Verlag Matthes & Seitz Berlin, 2022) spricht mit Donka Dimova über deren Gedichtband „Mehrfamilienhaus ohne Aussicht“ (KLAK Verlag, 2025), über das Schreiben zwischen den Sprachen und über (Genre)Grenzen hinweg. Stella Dreis, 2026 für den renommierten Astrid Lindgren Memorial Award (ALMA) nominiert, stellt mit Jeff Hemmer einen Comic-Künstler und Kollegen vor, der das Genre „Comic-Art“ mit politischer und kultureller Bildung verbindet. Der Abend bietet somit Einblick in die literarische Szene beider UNESCO-Literaturstädte und geht vielfältigen Bezügen zwischen unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten nach.


Eine Kooperationsveranstaltung der Kulturverwaltungen der UNESCO Cities of Literature Bremen und Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Bremer Literaturhaus und dem Literaturherbst Heidelberg


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